80-Meter Kran auf der Baustelle Volksbank-Areal

Seit dem letzten Augustwochenende steht an der Bismarckallee Ecke Eisenbahnstraße ein 80-Meter hoher Kran. Der beeindruckende Aufbau zog zahlreiche Passanten an den Bauzaun. In einer Bildergalerie haben wir Ihnen die besten Fotos des Ereignisses zusammengestellt.

Der Kran wurde von Donnerstag bis Samstag mit Hilfe von zwei Autokränen aufgebaut. Er
besitzt eine Hakenhöhe von 70,6 Meter und reicht mit seiner Spitze über 80 Meter in den Himmel. Damit überragt und überschwenkt er das Hauptbahnhof-Hochhaus. Im Vorfeld war aufgrund der Höhe und der Position in der Einflugschneise eine Abstimmung mit der Flugsicherung in Stuttgart notwendig.

Beim Aufbau ist immer die Windgeschwindigkeit im Auge zu behalten. Bei Winden über acht Kilometer die Stunde hätten wir den Aufbau sofort unterbrechen müssen
— Ulrich Geitz, Bauleiter Züblin

Moderne Sicherheitstechnik an Board

Für größtmögliche Sicherheit verfügt der Kran der Firma Wolf Kranbau über eine moderne elektronische Schwenkbereichsbeschränkung unter Last. Das bedeutet, sobald der Kran Last am Haken hat, ist es nicht mehr möglich, über die Straße bzw. angrenzende Bebauung zu schwenken. Lediglich der Radius über der Baugrube ist freigegeben.

Insgesamt wiegt der Kran rund 125 Tonnen, wovon alleine 21 Tonnen Gegengewichte am Ausleger aus Beton darstellen. Diese sind notwendig, damit entsprechende Lasten gehoben werden können. Der Kran wurde erst 2018 hergestellt und kommt erstmalig beim Volksbank-Areal zum Einsatz. Damit er ein stabiles Fundament hat, steht er direkt auf vier speziell verstärkten und auf wenige Zentimeter nivellierten Bohrpfählen, damit das Gewicht gleichmäßig verteilt ist.

Genauigkeit, Professionalität und Routine sind wichtig, damit auf fast 100 Meter Höhe alles reibungslos klappt – vor allem wenn dann noch zeitweise Regen dazukommt
— Ulrich Geitz, Bauleiter Züblin

Der Auf- und Abbau der beiden Autokräne hat alleine schon weit über einen Tag gedauert. Die beiden 180 Tonnen- und 400 Tonnen-Autokräne sind selbstaufbauend und haben die Kranteile Stück für Stück zusammengefügt, fast wie bei Lego nur in groß und schwer. Freitag-Spätnachmittag war es dann so weit: Der 50 Meter lange Ausleger wurde von dem über 90 Meter hohen Arm des Autokrans am eigentlichen Kran befestigt.

Am gleichen Wochenende wurde noch ein weiterer, aber deutlich kleinerer Kran an der Eisenbahnstraße aufgestellt. In den nächsten Monaten werden noch zwei Kräne aufgebaut: Ende September/Anfang Oktober 2018 auf dem Schulhof des St. Ursula-Gymnasiums und Mitte/Ende Oktober an der Bismarckallee Ecke Rosastraße. Bis dahin soll dann auch die Sauberkeitsschicht in der Baugrube fertiggestellt sein.

Die Kräne sind im weiteren Baufortschritt ein entscheidender Faktor. Umso eingespielter die Abläufe sind, umso schneller kann der Rohbau hochgezogen werden. Läuft weiterhin alles im Zeitplan, werden im Frühjahr 2019 die ersten Stockwerke zu sehen sein. Anfang 2020, nach rund 18 Monaten Bauzeit, soll dann der Rohbau abgeschlossen sein. Erst danach werden die Kräne wieder aus dem Stadtbild verschwinden und der Innenausbau beginnt. 2021 wird der Bezug der Räumlichkeiten auf dem Volksbank-Areal stattfinden.

Bildergalerie 23. August 2018

Bildergalerie 24. August 2018

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

20 − 8 =