Finanztipps für Berufseinsteiger: So klappt’s vom Start weg mit dem Vermögensaufbau

Geld ist ein komplexes Thema, besonders für junge Berufstätige. Denn mit den ersten Gehältern kann man ebenso viel richtig wie falsch machen. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, in Geldfragen von Beginn an in gesichertes Fahrwasser zu kommen.

Unnötige Schulden vermeiden, so lautet der wohl wichtigster Finanztipp. Das gilt freilich nicht nur für Berufsanfänger. Und die Betonung liegt auf „unnötig“: Niemand sollte sich für Dinge verschulden, die er sich eigentlich nicht leisten kann. So erschweren etwa hohe „Konsumschulden“ jungen Menschen von vornherein den Start ins eigenständige Leben. Ein in der Öffentlichkeit oft diskutiertes Problem, das rasch zu Überschuldung führen kann.

Völlig anders sieht es indes bei BAföG sowie bei Studien- und Ausbildungskrediten aus. Solche „notwendigen Schulden“ dienen schließlich dazu, eine solide Basis für das spätere Berufsleben zu schaffen. Doch sobald im ersten richtigen Job der Rubel rollt, sollten diese finanziellen Verbindlichkeiten zügig aus dem Weg geräumt werden. Denn in der Regel fallen bei schneller Tilgung insgesamt weniger Kreditzinsen an – und dann sind Rückzahlungsraten gut angelegtes Geld. In der derzeitigen Niedrigzinsphase rechnet sich das meist weitaus besser als das klassische Sparen via Sparbuch & Co.

Gleich beim Berufsstart ausreichende Rücklagen bilden!

Nur wenige Berufseinsteiger verfügen aus dem Stand heraus über ein beruhigendes Finanzpolster für unerwartete Ausgaben. Daher sollten schon die ersten Gehaltseingänge anteilig dazu genutzt werden, um nach und nach eine Liquiditätsreserve aufzubauen. Der Motorschaden des Autos, die Anschaffung einer neuen Waschmaschine oder der Totalcrash des heimischen Computers werfen einen dann so schnell nicht mehr aus der Bahn.

Faustregel
Mit einer Rücklage in Höhe von zwei bis drei Monatsgehältern lässt sich den meisten finanziellen Herausforderungen des Alltags ganz entspannt die Stirn bieten. Ein Tagesgeldkonto ermöglicht dabei den sofortigen Zugriff auf das zurückgelegte Geld.

Mit verschiedenen Anlageformen Vermögen mehren!

Je nach Anfangsgehalt bleibt trotz etwaiger Tilgungsraten und Rücklagenbildung vielleicht noch genügend Geld übrig, um sich den einen oder anderen kleinen Luxus gönnen zu können. Sinnlos verprassen sollten junge Berufstätige ihre Barschaft jedoch nicht, sondern von Anfang an einen Teil ihres Vermögens renditesicher in verschiedene Anlageformen investieren. Umso mehr kommt später eine ordentliche Summe zusammen – zumal auch kleine Anfangsbeträge bei längerer Anlagedauer am Ende etwas abwerfen. Daher sollten berufliche Einsteiger bei ihrer Finanzstrategie unbedingt auf flexible Sparprodukte mit variablen Sparraten setzen, um ihre Einzahlbeträge immer wieder an die Einkommensentwicklung anpassen zu können.

Lesetipp
Informationen zur aktuellen Anlagesituation plus hilfreiche Hinweise zu Anlagestrategien finden Sie im Beitrag „Vermögensstrukturierung: Was tun in der Niedrigzinsphase?“. Wenn Sie als Berufseinsteiger Fragen zu Finanzthemen haben, hilft Ihnen die Genossenschaftliche Beratung der Volksbank Freiburg gerne in einem persönlichen Gespräch weiter.

Übrigens unterstützen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter auch mit vermögenswirksamen Leistungen beim Vermögensaufbau. Es kann sich für junge Arbeitnehmer also durchaus lohnen, hier schon früh den Dialog mit dem Arbeitgeber zu suchen.

Per Berufsunfähigkeitsversicherung Notfällen vorbeugen!

Spätestens mit dem Eintritt ins Berufsleben erlischt für Berufsneulinge der elterliche Versicherungsschutz. Neben der Wahl einer geeigneten Krankenversicherung ist auch eine Haftpflicht- und Hausratversicherung wichtig, um im Schadensfall gut vor finanziellen Schieflagen geschützt zu sein.

Nicht minder wichtig ist der Abschluss eine Berufsunfähigkeitsversicherung, da Berufseinsteiger bei Berufsunfähigkeit keinen gesetzlichen Schutz mehr genießen. Stattdessen haben sie nur Anspruch auf eine für sie vergleichsweise leistungsschwache Erwerbsminderungsrente. Mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen können Berufsanfänger ihren bisherigen Lebensstandard selbst bei Krankheit, Unfall und Invalidität in weiten Teilen erhalten. Hinzu kommt, dass junge Versicherungsnehmer meist nur geringe und zudem steuerlich absetzbare Beiträge zahlen müssen und die Höhe der monatlichen Rentenauszahlung individuell festlegen können.

Schon in jungen Jahren an die Altersvorsorge denken!

Heutzutage kommt man mit der gesetzlichen Rente bekanntermaßen nicht allzu weit. Daher sollten schon Berufseinsteiger privat vorsorgen, damit ihnen im Alter in finanzieller Hinsicht keine größeren Einbußen drohen. Als zentrale Bausteine kommen dafür zunächst einmal eine private Rentenversicherung sowie die Riester-Rente und die Rürup-Rente infrage.

Für Berufsanfänger hat die Rürup-Rente allerdings den Haken, dass sie sich dann bereits sehr früh in ihrem Leben auf eine Lösung festlegen würden, die eine alternative Verwendung des Sparguthabens ausschließt. In puncto mangelnde Flexibilität ähnelt sie damit der gesetzlichen Rente. Demgegenüber erlaubt die Riester-Rente als staatlich geförderte Zusatzrente eine frei wählbare Einmalauszahlung von 30 Prozent des Gesamtbetrages und sieht für Berufseinsteiger unter 25 Jahren einen einmaligen Bonus von 200 Euro vor.

Ferner kommen noch die betriebliche Altersvorsorge und Bausparverträge in Betracht. Da sich Letztere mit einer Riester-Förderung verknüpfen lassen, dient auch dies letztlich der Altersvorsorge.

Auch beim Thema Altersvorsorge steht Ihnen die Volksbank Freiburg selbstverständlich partnerschaftlich zur Seite.

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